Kritiken

Die fette Katze entpuppt sich als flink

 

Das Trio Tango Transit brachte einen bunten Stilmix ins Kulturzentrum Kesselhaus in Weil am Rhein.

Foto Tango Transit

Akkordeonist Martin Wagner und Bassist Hanns Höhn Foto: Thomas Mink

Tango – da denkt man zunächst an die Hitze südamerikanischer Leidenschaft. An einen Tanz, der von Erotik Funken schlägt, an eine folkloristische Musik. Der Argentinier Astor Piazolla war es, der ab der Mitte des vergangenen Jahrhunderts den Tango mit Elementen der Neuen Musik und des Jazz zu einer Kunstform weiterentwickelt hat. Dort setzt das Trio Tango Transit an, das am Freitagabend im Kulturzentrum Kesselhaus in Weil am Rhein gastierte. Zwar fanden bei arktischen Temperaturen nur 20 Gäste den Weg dorthin, doch diese waren von dem musikalischen Feuer, das die drei Musiker entzündeten, rasch aufgetaut.
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„Tango Transit“ in der Seidl-Villa: Tango rocks, Gänsehaut!

von Michael Wüst

Foto Tango Transit

Nicht jeder, der den Tango spielt, hat den Tango. Aber die schon: Tango Transit. Foto: Michael Wüst

Neben dem Blues müsste der Tango eigentlich gleichberechtigt dastehen als essentielle, eigenständige Musikentdeckung des 20. Jahrhunderts. Wie mit dem Blues entstehen mit dem Tango neue Formen, Crossovers, Cluster, Fusions. Aber ein Unterschied ist zentral: Der Blues kommt vom Work Song und der Tango ist Tanz, auch als Tango Nuevo oder Jazz Tango. „Tango Transit“ mit Martin Wagner (Akkordeon), Hanns Höhn (Kontrabass) und Andreas Neubauer (Schlagzeug), zeigte in der Seidl-Villa hinreißend, wie bindungsfähig an verschiedenste andere Stile anderer Regionen diese Musik ist.
Die drei spielten alles Mögliche mit einem absoluten Tango-Feeling. Kurz gesagt, sie hatten den Tango. Und den hat bekannter Weise nicht jeder, der nur Tango spielt.
Eine gute Portion Cajun-Muddy Water aus den Everglades schwappte beim ersten Song auf die Bühne. „Busy Waiting“ kam funky, scharf und fett wie eine feine Alligator-Suppe auf den Tisch des eher dezenten Hauses. Für den funky Groove sorgten alle, wie sie sich überhaupt den ganzen Abend alle drei auf Augenhöhe einer Erstklassigkeit befanden, und Andreas Neubauer zeigte im ersten Schlagzeugsolo, dass er seinen Steve Gadd intus hat. weiter ?

Gänsehaut und Glücksgefühle

Allgäuer Zeitung
Sonthofen | Von Christoph Pfister

Gänsehaut und Glücksgefühle

Tango – Trio um Martin Wagner musiziert im Geiste und in der Güte des großen Piazzolla
Fernab von Argentinien rettet einer seine Nationalmusik: Astor Piazzolla. Sein Tango Nuevo, Handschlag der Folklore mit der Kunstmusik, darf in die besten Konzertsäle – und findet, wiederum fernab der Heimat, Fortführung und Weiterentwicklung in Martin Wagner und seinem «Tango Transit».
Der bereichert die synkopische Rhythmik mit Ideen aus der Weltmusik, koppelt Empfindungen aus seinem Leben mit dem Tango, instrumentiert ganz untypisch mit Schlagzeug. Andreas Neubauer, konzentriert auf das Metall, greift beim Auftritt in Sonthofens Kultur-Werkstatt höchst kreativ, sensibel wie dominant traditionell anmutende Tanzfiguren auf, belebt wirkungsvoll die Klangbilder durch Schlagwerk.
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Lebensfreude pur

05. Juli 2011 | Von Bernhardt M. Riedle

Lebensfreude pur

Konzert: Tango Transit begeistert die Gäste der Fürther Studiobühne – Martin Wagner zaubert auf dem Akkordeon
Artikel Tango Transit
FÜRTH.

Überzeugt hat das Trio „Tango Trasit“ beim Konzert auf der Fürther Studiobühne. Foto: Evi Church

Erst schlenderten sie Eis essend durch Fürth, dann mischten sie ein größeres Wohnzimmer auf – die drei Herren in schwarz. Die gute Stube hatte Mathias Dörsam in Fürth zur Verfügung gestellt, für den Klangrausch sorgte Tango Transit – ein „Trio furioso“. Was die 70 Besucher in der Studiobühne an musikalischer Finesse und technischem Können am Sonntag in gut zweimal 45 Minuten serviert bekamen, ist nur schwer in Worte zu fassen. weiter ?

Tango Transit in der Filmburg trifft den Nerv der Zeit

„Tango Transit“ in der „Filmburg“ trifft den Nerv der Zeit

Eine visionäre Sprache
Das dritte Jazzcamp in Marktoberdorf kombiniert die Förderung von bayerischem Jazznachwuchs mit dem Auftritt international professioneller Ensembles und gerade das Trio „Tango Transit“ beschwor über den Tango hinaus eine dialogorientierte visionäre Jazzsprache.
Artikel Tango Transit

Die „Filmburg“ bot dabei ein glanzvolles Ambiente für solch leidenschaftlich eruptive Klangwelten. Kern der kongenialen Triokünstler aus Paris/Frankfurt ist der Akkordeonist Martin Wagner, seit Kindesbeinen Autodidakt, der in seinem hochvirtuosen Spiel alles aufblitzen lässt, was er je aufgeschnappt hat, vom großen Tango-libre-Improvisator und Charlie-Mariano-Begleiter Dino Saluzzi über Zigeunertaumel und Zydeco bis zur klassischen Moderne.
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In diesem Tango ist Blut

Was der Akkordeonist Martin Wagner und seine Mitmusiker diesem Kapitel der
Musikgeschichte hinzufügen, sind Kompositionen, die mit ihrem bestechend transparenten Arrangement musikalische Miniaturen von mitreißender Intensität erzeugen. In Titeln wie „T House“ oder „Waltz for Angie“ etwa mischten sich die Elemente des Tangos – expressive Akkordeonklänge von leiser Melancholie bis zu schnippischer Unbeschwertheit – mit den Linien des modernen Jazz von Bass und Schlagzeug….
Mit ihrer besonderen Mischung aus gefühlvollem Tango und modernem Jazz begeisterte die Trioformation „Tango Transit“ bei ihrem Auftritt für die Jazzinitiative Bad Kreuznach.
| Bad Kreuznach – Allgemeine Zeitung, 20.10.2009 |

Mal lyrisch, mal rasant

Radolfzell | Südkurier 6.2.2010

Mal lyrisch, mal rasant

Artikel Tango Transit
Das groovt: Tango für die Jetztzeit mit Tango Transit. Hier im Bild Martin Wagner (Akkordeon).
Foto: eph
Tango ist eine wehmütige Musik für melancholische Nostalgiker, die an einer unwiederbringlichen Vergangenheit hängen? Nicht so bei der Gruppe „Tango Transit“. Bei ihrem Auftritt in der Radolfzeller Essbar legten die drei Musiker eine souveräne Neuinterpretation des Tango für die Jetztzeit vor. Und nicht nur an dem typischen Tango-Rhythmus samt der dazu gehörenden Melodien, sondern vor allem an den Instrumenten, die im Tango gebraucht werden, lebten Bandleader Martin Wagner am Akkordeon, Hanns Höhn am Kontrabass und Andreas Neubauer am Schlagzeug ihre Kreativität aus. Herausgekommen ist dabei das Update einer eigentlich nostalgischen Musik, das von Melancholie und Nostalgie höchstens noch Spuren enthält, sozusagen Tango 2.0.
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